Radsportgemeinschaft Hohenweiler
Arno Rauch
Oberdorf 24
A-6914 Hohenweiler
ZVR-Zahl: 158021838
Bankverbindung: Raiffeisenbank Leiblachtal
Bankleitzahl: 37439, Kontonummer: 2022945
BIC: RVVGAT2B439 IBAN: AT563743900002022945
Vereinsgeschichte
Anfang der 80er Jahre schloss sich eine kleine Gruppe von Rennradfahrern
zusammen, um gemeinsame Radtouren zu unternehmen. Obwohl das Radfahren damals
noch kein Breitensport war, fand diese Gruppe immer mehr Freunde und Anhänger.
Schon nach kurzer Zeit wurde das erste gemeinsame Trikot angeschafft, womit 1981
bereits das erste kleine Radrennen im Vorderwald bestritten wurde. Ab 1983 wurde
dann regelmäßig ein Radrennen für die Vereinsmitglieder organisiert. 1990 hatte
die Radsportgemeinschaft schon eine stolze Anzahl von über 25 Mitglieder,
darunter auch 5 Frauen, und es wurde mit Unterstützung der Raiba Hohenweiler das
dritte Vereinstrikot angeschafft.
Die Organisation einer solch großen Gruppe wurde natürlich immer umfangreicher
und so wurde schon bald ein Tourenplan für die jährlichen Sonntagstouren
erstellt. Seit Anbeginn der Radsportgemeinschaft werden die gemeinsamen
Ausfahrten am Mittwochabend und Sonntagvormittag durchgeführt. Die Radsaison
beginnt Ende März und schließt Ende September.
Der gesellige Teil darf natürlich auch nie fehlen und so wird nach jeder
Ausfahrt eine gemeinsame „Dopingprobe“ in einem Gasthaus der Umgebung
durchgeführt!
Großartig schlugen sich die Radler der RSG auch bei Großveranstaltungen wie beim
Ländlemarathon, beim Dreiländer Giro (Nauders - Stilfserjoch - Ofenpass) oder
beim Ötztal Radmarathon (Brenner - Jaufenpass - Timmelsjoch - Kühtei), welche in
den letzten Jahren immer wieder bestritten wurden.
1995 wurde von Mitgliedern der RSG-Hohenweiler das erste Handicaprennen für
jedermann organisiert, welches von vielen Mountainbiker der Umgebung gerne
angenommen worden ist. Nach Alter und Gewicht berechnet, gab es bei diesem
Gaudirennen Zeitgutschriften oder Zeithandicaps. In den folgenden Jahren
beteiligten bis zu 60 Mountainbiker.
Da das Leistungsniveau sich in den letzten Jahren immer mehr gesteigert hat,
nehmen einige RSGler seit einiger Zeit im Frühjahr auch an Trainingslagern im
sonnigen Süden teil (z.B. Mallorca und Cesenatico), damit sie für ihre
Saisonhöhepunkte bestens gerüstet sind. Teils wurden diese Trainingslager auch
selbst organisiert.
Von Anbeginn der gemeinschaftlichen Aktivitäten wurde immer großes Augenmerk auf
ein gutes Klima in der Radsportgemeinschaft gelegt. So ist ein Höhepunkt der
gemeinschaftlichen Aktivitäten immer auch die alljährliche Nikolausfeier. Aber
auch Skitage, Kegelpartien und Preisjassen werden immer wieder durchgeführt.
Um auch in der Winterzeit sportliche Aktivitäten zu betreiben, wurde vor einigen
Jahren ein Lauftreff eingeführt, welcher an jedem Mittwoch stattfindet und regen
Zuspruch hat. Auch werden jedes Jahr Vereinsausflüge durchgeführt, welche uns
u.a. in die Dolomiten, aufs Stilfersjoch oder auf den Großglockner geführt
haben.
Das Highlight der Vergangenheit, war der Radurlaub nach Frankreich, im Jahr 2004. 8 Mitglieder der RSG-Hohenweiler fuhren mit ihren Rennrädern 15 klassische Bergpässe der Französischen Hochalpen ab, welche aus den Tour de France Übertragungen bekannt sind. Berge wie der Galibier, Izoard, Bonette oder die berühmte L’Alpe d’Huez wurden unter die Räder genommen. In dieser Woche wurden an die 600 Kilometer und 15.000 Höhenmeter bewältigt. Als Ziel für das Jahr 2005 steht Südtirol, mit den Bergen der Dolomiten, bereits fest. Deren imposante Pässe und Abfahrten stellen für die RSGler wieder eine große Herausforderung dar. Das Erleben einer fremden Bergwelt, verbunden mit gemeinsamen sportlichen Aktivitäten motiviert schon jetzt zu regem Training.
Da in den letzten Jahren die Aktivitäten der RSG-Hohenweiler stark zugenommen
haben, wurde im Jahre 2005 eine eigene Homepage eingerichtet. Dies erscheint uns
sinnvoll, da wir in letzter Zeit immer öfter „Mitradler“ außerhalb des
Leiblachtales bei unseren Ausfahrten begrüßen durften. Dies entspricht auch ganz
klar den Zielen unserer Vereinsstatuten, in denen wir festhalten, dass wir den
Radsport in Gemeinschaft und Kameradschaft ausüben wollen, und dies soll sich
nicht nur auf Personen aus dem Leiblachtal beschränken!
Ein weiterer Höhepunkt im Jahre 2005 stellte die offizielle Vereinsgründung der
Radsportgemeinschaft Hohenweiler dar. Seit beinahe 25 Jahren besteht die
RSG-Hohenweiler aus aktiven und radsportbegeisterten Mitgliedern. Wir sahen die
Zeit gekommen, diese „lose“ Gemeinschaft in einen eingetragenen Verein
umzuwandeln.
Da sich der Mitgliederstand seit der Vereinsgründung stetig vergrößert, wurde
noch im Jahre 2005 vom Vereinsvorstand beschlossen, ein neues Vereinstrikot
anzuschaffen. Nach erfolgreicher Sponsorensuche konnte diesmal ein in blau
gehaltenes Vereinstrikot mit Hose und Windweste für jedes Vereinsmitglied
angekauft werden. Somit ist bei jeder gemeinsamer Vereinsausfahrt am Sonntag
wieder ein einheitliches auftreten der RSG-Hohenweiler gegeben. Auch bei den
diversen Radrennen in Nah und Fern hat sich das neue Erscheinungsbild der
RSG-Hohenweiler gut von den anderen Vereinen abgehoben. Ein Dank gilt auch den
Sponsoren für die Mitunterstützung bei der Realisierung dieser Anschaffungen!
In der letzten Juli-Woche 2005 unternahm wieder eine kleine Gruppe von sieben Radfahrer der RSG-Hohenweiler einen erlebnisreichen Radausflug ins Südtirol. Als Ziel wurden diesmal die Berge der Dolomiten ausgesucht. Bei wunderbarem, teils sogar sehr heißem Radlerwetter wurde an jedem Tag eine ausgiebige Radtour unternommen. Bei Temperaturen von bis zu 37°C in den steilen Anstiegen floss so mancher Tropfen Schweiss. Insgesamt wurden 13 Berge hart erzwungen. 545 Kilometer und ca. 13.700 Höhenmeter wurden dabei bewältigt. Klassische Berge wie das Sella Joch, der Pordoi und das Grödner Joch wurden überquert. Aber auch nicht so bekannte, aber dafür umso steilerer Anstiege, wie der Passo Duran und der Fedaia mit seine 15%, werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Den Abschluss bildete auf der Heimfahrt dann am 30. Juli die Fahrt auf das Stilfserjoch. Die Fahrt ging von 900 Höhenmeter bis auf 2.797 Höhenmeter. Dieser Berg mit seinen 25 Kilometer Anstieg ist in dieser traumhaften Bergkulisse immer ein Erlebnis. Und weil alles so schön war, wurden schon bald wieder Pläne für das nächste Jahr geschmiedet.
Eine Woche nach der Tour de France 2006 begannen 6 Mitglieder der RSG-Hohenweiler ihre "Tour der Leiden". Ziel war diesmal die wunderschöne Provence in Frankreich. Nach einer 8-Stundenfahrt wurde das Ziel, die kleine Stadt Vaison la Romain in der Provence, nach ca. 770 km erreicht. Es wurden nur mehr schnell die Rennräder startklar gemacht, und schon ging es noch vor Mittag auf die ersten 100 km. Obwohl die Strecke nicht besonders schwer war wurde bald klar, was in den nächsten Tagen der größte Gegner sein wird. Nämlich die Hitze. In den darauffolgenden Tagen wurden wunderschöne Touren mit tollen Anstiegen und unvergesslichen Ausblicken gefahren. Die Temperaturen waren aber praktisch immer die gleichen. Bereits um 10 Uhr am Vormittag hatte es 37°C. Diese stiegen dann tagsüber bis auf 41°C. Getrunken wurde soviel wie "Oben" eben reinging. Jeder brauchbare Brunnen der Umgebung wurde geplündert.
In 5 Tagen wurden ca. 660 km mit 9000 Hm gefahren. Der Höhepunkt war aber sicherlich am Donnerstag die Fahrt auf den legendären Berg der Tour de France - den Mt. Ventoux - mit seinem 22 km langen Anstieg bis in die Steinwüste auf 1902 Hm. Auf der klassischen Anfahrtsroute von Bedoin aus wurde der Berg von allen 6 "Profis" bezwungen, welche dann stolz vom atemberaubenden Gipfel des Mt Ventoux auf die wunderbare, lavendelduftende Landschaft der Provence hinunterblicken konnten.
Der Abschluss bildete dann am Freitag die Königsetappe über 4 Berge und 160 km. Der bekannteste von diesen war der Col de Perty, welcher schon mehrmals bei der Tour de France gefahren wurde. Wie heißt es so schön: "Nach der Tour ist vor der Tour!" Und daher wurden kurz nach der Provence bereits die ersten Planung für eine nächste Radwoche im Jahre 2007 begonnen. Das Ziel: Die Pyrenäen in Frankreich!
Leider musste die RSG-Hohenweiler im Jahre 2006 einen schmerzlichen Verlust erfahren. Manfred Lödl, unser langjähriger Vereinskassier, hat seinen schweren Kampf gegen eine heimtückische Krankheit verloren. Manfred hinterlässt im Verein eine große Lücke. Wir werden Manfred als einen außerordentlich netten Menschen in unserer Mitte behalten
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